Startseite > IGeL > Was ist IGeL?

Was ist IGeL?

IGeL-Logo

 

Die private Inanspruchnahme individueller Gesundheitsleistungen steht allen Versicherten zur Verfügung. Dabei ist die Betonung auf "privat", da es sich um ärztliche oder psychotherapeutische Leistungen handelt, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.
Vorbeugende Impfungen vor Auslandsreisen, zusätzliche Vorsorge-Untersuchungen oder auch Bescheinigungen des Gesundheitszustandes , um nur einige Beispiele zu nennen, bieten die Ärzte an, weil sie notwendig und sinnvoll sind. Falls also eine sogenannte IgeL-Leistung gewünscht wird, muss ein privatärztlicher Vertrag geschlossen werden, der beinhaltet, was der Arzt zu welchen Kosten leisten wird und dass der Patient die Rechnung privat bezahlen muss.
Damit verbunden ist die Aufklärung über Kosten und Nutzen der Leistung und die freie Entscheidung des Patienten. Die ordnungsgemäße Rechnung enthält die Auflistung der erbrachten Einzelleistungen mit Gebührensätzen nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte. Diese Sätze können ohne Angabe von Gründen mit dem 2,3fachen Satz berechnet werden. Darüber hinausgehende Sätze, z.B. der 3,5fache Satz, bedürfen einer Begründung und sollten vorher besprochen und dokumentiert werden.
Um spätere Auseinandersetzungen zu vermeiden, werden die Inhalte des Vertrages, die voraussichtlichen Kosten, die Freiwilligkeit der Behandlung oder Leistung sowie die Tatsache, dass die Kosten nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden können, schriftlich festgehalten und von beiden Seiten unterschrieben.
Kurz gesagt werden in der IgeL-Liste ärztliche Leistungen aufgeführt, die der Patient auf eigene Kosten in Anspruch nehmen kann, wenn er eigentlich gesund ist und diesen Zustand überprüfen lassen will. Wenn aber Beschwerden oder gar bereits Krankheiten eingetreten sind, dann geht die Leistung zu Lasten der Krankenkassen. Allerdings auch nur dann, wenn die Diagnostik oder Behandlung im Katalog der Krankenkassen aufgeführt ist.